Steuern

02.08.2019
Präzisierte Voraussetzungen für steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen

Zunehmende Bedeutung der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und der Zusammenfassenden Meldungen

Bereits derzeit ist die USt-IdNr. – zumindest aus Sicht der Finanzverwaltung – erforderlich, um nachweisen zu können, dass der Abnehmer einer Ware ein Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuerrechts ist. Innergemeinschaftliche Lieferungen und grenzüberschreitende sonstige Leistungen (insb. Dienstleistungen) unterliegen im Inland nur dann nicht der Umsatzsteuer, wenn sie an einen Unternehmer (B2B) erbracht werden, der im EU-Ausland mit seiner USt-IdNr. registriert ist. Im Übrigen ist sie erforderlich, um den Meldepflichten nachkommen zu können, insbesondere um eine sog. Zusammenfassende Meldung (ZM) abgeben zu können, mit der die Unternehmer ihre Verpflichtungen über die Meldung von Warenbewegungen für die Überwachung des Warenstroms über MIAS erfüllen. Mit dem JStG 2019 soll dies nun auch gesetzlich verankert werden.

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01.08.2019
Nachweis einer bewegten Lieferung in einem Reihengeschäft

Widerlegung der Regelvermutung mittels Umsatzsteuer-IdNr.

Nach der gesetzlichen Vermutungsregel gilt die Lieferung des ersten Lieferers in einem Reihengeschäft als die bewegte Lieferung, für die ggf. die Steuerbefreiung einer innergemeinschaftlichen Lieferung oder Ausfuhrlieferung beansprucht werden kann. Das JStG 2019 sieht nunmehr vor, dass die gesetzliche Vermutung im Falle innergemeinschaftlicher Lieferungen durch die Verwendung einer dem transportverantwortlichen mittleren Unternehmer (Zwischenhändler) durch den Abgangsmitgliedstaat erteilten USt-IdNr. widerlegt wird.

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31.07.2019
Vereinheitlichung der Regelungen zu Reihengeschäften innerhalb der EU

Deutscher Umsetzungsentwurf mit neuem Abs. 6a in § 3 UStG

Mit Wirkung zum 1.1.2020 wurde Art. 36a in die Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie eingefügt. Dabei handelt es sich um eine Sofortmaßnahme der EU zur Vereinheitlichung der umsatzsteuerlichen Beurteilung von Reihengeschäften. Das BMF hat nun mit dem am 8.5.2019 veröffentlichten Referentenentwurf des JStG 2019 auf die Richtlinie reagiert und die sich für Reihengeschäfte ergebenden Neuerungen aus Art. 36a der MwStSystRL in nationales Recht einfließen lassen.

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30.07.2019
Die umsatzsteuerliche Behandlung von inner gemeinschaftlichen Umsätzen über Konsignationsläger

Umsetzung des geänderten EU-Rechts in nationales Recht

Ausgelöst durch die Rechtsprechung des BFH aus dem Jahr 2016, der sich die Finanzverwaltung angeschlossen hat, hat die umsatzsteuerliche Behandlung von Lieferungen über Konsignationsläger in jüngerer Zeit einige Änderungen erfahren. Hervorzuheben ist dabei die Vereinfachung, die sich aus dem Wegfall der Behandlung des grenzüberschreitenden Warentransports in das Lager als innergemeinschaftliches Verbringen ergibt. Durch die Umsetzung der sog. Quick Fixes im EU-Recht ergeben sich verschiedene Änderungen bei den Voraussetzungen für die Anwendung der Konsignationslagerregelung.

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29.07.2019
Musterdokument: Was gehört auf die Rechnung?

Da in der Umsatzsteuerpraxis die korrekte Rechnungsstellung ein ebenso alltägliches wie formal streng reglementiertes Problem darstellt, haben wir Ihnen eine Musterrechnung bereitgestellt, die Ihnen an Beispielfällen demonstriert, was es zu beachten gilt. Mit den nachfolgenden 16 Ankerpunkten wird auf die jeweiligen Stellen des Musterdokuments verwiesen.

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