29.07.2019

Musterdokument: Was gehört auf die Rechnung?

Da in der Umsatzsteuerpraxis die korrekte Rechnungsstellung ein ebenso alltägliches wie formal streng reglementiertes Problem darstellt, haben wir Ihnen eine Musterrechnung bereitgestellt, die Ihnen an Beispielfällen demonstriert, was es zu beachten gilt. Mit den nachfolgenden 16 Ankerpunkten wird auf die jeweiligen Stellen des Musterdokuments verwiesen.

 

Die Rechnung muss gemäß § 14 UStG enthalten

1. den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und

2. des Leistungsempfängers,

3. das Ausstellungsdatum,

4. eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer),

5. im Falle einer innergemeinschaftlichen Lieferung/sonstigen Leistung die dem Leistungsempfänger erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,

6. den Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung; in den Fällen des § 14 Abs. 5 Satz 1 UStG den Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts oder eines Teils des Entgelts, sofern der Zeitpunkt der Vereinnahmung feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt,

7. die Menge und die Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die (konkrete) Art der sonstigen Leistung,

8. den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag oder

9. im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt, das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung,

10. im Falle einer Steuerpflicht des Leistungsempfängers den Hinweis: „reverse charge“,

11. jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist, sowie

12. die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.

Das Handelsgesetzbuch schreibt überdies folgende Angaben für eingetragene Kaufleute vor:

13. Ort der Niederlassung/Sitz der Gesellschaft,

14. Registergericht und Handelsregisternummer.

Bei juristischen Personen sind zusätzlich folgende Rechnungsangaben zwingend:

15. Zuname und mindestens ein ausgeschriebener Vorname

  • aller Geschäftsführer,
  • aller Vorstandsmitglieder (bei AG; der Vorstandsvorsitzende ist als solcher zu bezeichnen)
  • und des Aufsichtsratsvorsitzenden.

Bei Gesellschaften, bei denen nur juristische Personen persönlich haftende Gesellschafter sind (z.B. GmbH & Co. KG), sind für die haftende juristische Person ebenso sämtliche vorgenannten Angaben zu machen.


16. Die Angabe von Bankverbindungen oder zusätzlichen Kontaktdaten ist nicht vorgeschrieben, aber bei einer Rechnung erforderlich.

 

Aus: PKF Themen Umsatzsteuer 07/2019