01.03.2018

Mit Förderprogrammen für Beratung die Digitalisierung im Unternehmen durchsetzen

Für wen: Selbstständige und gewerbliche Unternehmen, die weniger als 100 Mitarbeiter beschäftigen und im Vorjahr einen Umsatz oder eine Bilanzsumme von max. 20 Mio. € ausweisen, oder Unternehmen, die bereits am Markt tätig sind und zudem der EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) entsprechen.


Sachverhalt: Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse stellt eine große Herausforderung für Unternehmen dar. Häufig fehlt es jedoch an finanziellen Möglichkeiten und Know-how. Im Folgenden wird ein Überblick über die zwei Förderprogramme des Bundes gegeben, die beim Thema „Betriebswirtschaftliche Beratung“ oder „Unternehmensberatung“ eine wesentliche Rolle spielen.


(1) „go-digital“: Gegenstand dieses Förderprogramms sind die fachliche Beratung sowie die Begleitung des begünstigten Unternehmens bei der Umsetzung erforderlicher Maßnahmen zum Auf- bzw. Ausbau der IT-Systeme. Ein Beratungsprojekt, das gefördert werden soll, muss einem der drei Module IT-Sicherheit, Digitale Markterschließung oder Digitale Geschäftsprozesse zugeordnet werden können. Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilsfinanzierung an der Rechnung des Beratungsunternehmens gewährt. Die Förderquote kann bis zu 50% eines Beratertagessatzes betragen, der auf 1.100 € begrenzt ist. Es können bis zu 30 Beratertage berücksichtigt werden.


(2) „Förderung unternehmerischen Know-hows“: Dieses Programm unterscheidet zwischen Jungunternehmen (< 2 Jahre nach Gründung), Bestandsunternehmen (ab 3 Jahre nach Gründung) sowie Unternehmen in Schwierigkeiten. Jungunternehmen und Bestandsunternehmen können zu allgemeinen und speziellen Beratungsthemen gefördert werden. Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung für Unternehmenssicherungsberatung und Folgeberatung erhalten. Die Höhe des Zuschusses orientiert sich am Standort des Unternehmens und an den jeweils maximal förderfähigen Beratungskosten, welche bei Jungunternehmen 4.000 € und bei allen anderen Unternehmen 3.000 € betragen.


Empfehlung: Es ist darauf zu achten, dass die Beratungsunternehmen entsprechende Voraussetzungen erfüllen, um eine förderbare Beratung gewährleisten zu können. Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass Kosten für Beratungen, die vor der Bewilligung der Förderanträge durchgeführt wurden, nicht übernommen werden.


Mehr zum Thema: Weitere Informationen zu „go-digital“ finden Sie unter www.innovations-beratung-forerderung.de, zur „Förderung unternehmerisches Know-how“ unter www.bmwi.de.


B.A. Alessa Krüll und
WP/StB Martin Wulf, Stuttgart

Aus: PKF Nachrichten 03/2018