21.06.2017

Städteticker Berlin 2017

Die positive Entwicklung des Berliner Hotelmarktes hält weiter an. Wie auch die Zahlen im Jahr 2016 verdeutlichen, kann der Markt das anhaltende Wachstum auf der Angebotsseite durch steigende Übernachtungszahlen bisher gut kompensieren. Die Bundeshauptstadt profitiert von ihrer hohen Attraktivität als Städtereisedestination und gewinnt auch im Business- und MICE-Segment zunehmend an Bedeutung. Dabei steigt der Anteil ausländischer Besucher weiter an. Mit rund 45,6 % der Gesamtnachfrage machen internationale Gäste einen signifikanten Teil des Übernachtungsaufkommens aus. Auch der Blick auf die Hotel Performance spiegelt den anhaltenden Aufwärtstrend in Berlin wider. Während sich die Zimmerbelegung auf einem guten Level stabil hält, kann das Preisniveau weiter erhöht werden. Folglich konnte im Jahr 2016 auch der RevPAR der untersuchten Stichprobe um rund 3,8 % auf rund 78 EUR gesteigert werden.


Bei stabilen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, gehen wir davon aus, dass sich die positive Entwicklung des Berliner Hotelmarktes auch in den kommenden Jahren fortsetzen kann. Gerade bei jungen Reisenden ist Berlin nach wie vor sehr beliebt und bietet im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Obwohl nach dem Terroranschlag im Dezember vergangenen Jahres zunächst Unsicherheiten herrschten, die auch für die Hotellerie spürbar waren, zeichnet sich in den ersten Monaten 2017 ein positiver Nachfragetrend ab: im Januar und Februar wurden insgesamt rund 1,4 Mio. Ankünfte und rund 3,3 Mio. Übernachtungen verzeichnet, was einem Anstieg von rund 3 % bzw. rund 1,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.


Zugleich ist auf der Angebotsseite der Hotelboom in der Hauptstadt ungebrochen und die Projektpipeline lang. Mit rund 11.500 geplanten Zimmern wird sich das Hotelangebot bis 2021 deutlich vergrößern. Dabei werden auch neue Marken den Markteintritt in Berlin wagen (z.B. niu Hotels von Novum oder NinetyNine Hotels der Centro Gruppe) und neue Konzepte auf die unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedenster Zielgruppen eingehen. Es bleibt also spannend zu beobachten, inwiefern das hinzukommende Angebot vom Markt absorbiert werden kann und welche Auswirkungen dies auf die zukünftige Entwicklung der KPIs haben wird.

 

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Aus: PKF Städteticker Berlin 05/2017